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Versteckte Botschaften in der Bitcoin-Blockchain – Wie geht das?

8. November 2018

Dass die Blockchain-Technologie der Kern von Bitcoin ist und als Public Ledger dort alle Transaktionen aufgeschlüsselt sind, ist bekannt. Dass diese durchaus auch versteckte Botschaften enthalten, auch. Doch wie spürt man solche Artikel auf? Wie kann man solche Nachrichten selbst schreiben?

Lesen von Botschaften

Dass die Blockchain mehr als Bitcoin kann, ist bekannt. Wie man außerdem weiß, hat Satoshi Nakamoto im Genesis Block eine Nachricht versteckt. Probieren wir doch mal, diese zu entschlüsseln. Dazu gehen wir wie folgt vor:

  • Als erstes gehen wir auf der Blockchain an den Anfang von allem zurück
  • Etwas weiter unten findet sich unter „Coinbase“ eine längere Zeichenkette im Hexformat. Sie fängt mit 04ff… an.
  • Letztlich sehen wir hier schon, was dieser Code bedeuten soll. Für die, die das lieber selbst herausfinden wollen, ist die Arbeit aber auch fast getan. Es gilt jetzt nur noch, diesen Hexcode in ASCII-Format zu konvertieren. Das kann man mit verschiedenen Tools im Internet machen (bspw. diesem), Mac/Unix-User können dazu auch die Bash nutzen:
    echo 04FFFF001D0104455468652054696D65732030332F4A616E2F32303039204368616E63656C6C6F722 06F6E206272696E6B206F66207365636F6E64206261696722062616E6B73 | xxd -r -pd -r -pp
  • Und so erhalten wir die legendäre versteckte Nachricht von Satoshi Nakamoto.

In der Blockchain sind auf diese und ähnliche Weise verschiedene versteckte Botschaften zu finden. Wenn man nicht selbst suchen will, kann man diese Botschaften auf verschiedenen Seiten finden. Leider sind sie unter anderem, wie im März 2018 in einem Artikel genauer eingeordnet, bisweilen Zeugen für die dunkleren Seiten der Menschheit. Es finden sich aber auch Gebete, Tribute an David Bowie oder Zitate aus dem Cthulu-Mythos in der Bitcoin-Blockchain. 

Schreiben von Botschaften

Schön und gut, doch wie bekommen wir Nachrichten auf die Blockchain? Ein relativ einfacher Weg führt über eine Transaktion. Man kann das über Webservices machen oder, was wir jetzt hier tun, es selbst durchführen: 

  • Dazu denkt man sich eine Zeichenkette mit 20 Zeichen aus.
  • Diese Zeichenkette konvertiert man ins Hexformat. Mithilfe der Bash bekommen wir das schnell hin:
    echo Ein 20-Zeichen-Text.| xxd -p
    Falls man die Bash nutzt, ist das letzte Byte (0x0a) zu ignorieren – auf gut deutsch kann man die letzten beiden Zeichen ignorieren.
  • Schließlich müssen wir diesen Hexstring in eine Adresse umwandeln. Eine einfache Möglichkeit bietet die Blockchain-Webseite:
    https://blockchain.info/q/hashtoaddress/hex-string
  • Nun haben wir eine potentielle Bitcoin-Adresse, die verschlüsselt eine kurze Botschaft in sich trägt. Wenn wir jetzt dieser etwas Geld überweisen, wird diese (bisher noch nicht existente) Adresse Teil der Blockchain.

Eine Sache ist noch zu sagen: Da es bisher – zum Glück! – noch keine Möglichkeit gibt, einen Private Key aus Public Keys zu erzeugen, ist das Geld nun erst einmal verloren. Man sollte also nur wenig Geld verschicken.

BTC-ECHO

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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